Tuber Uncinatum - die Burgundertrüffel
Darüber streiten sich die Gelehrten und Trüffelkenner. Gibt es sie oder gibt es sie nicht. Die Burgundertrüffel ist dem schwarzen Sommertrüffel (Tuber Aestivum) geschmacklich und im Aussehen zum verwechseln ähnlich.
Sie gehören auch der gleichen Gruppe an. Nur die Wachstumszeiten sind andere, während der Sommertrüffel vom Mai bis Ende August wächst. Findet man den Tuber Uncinatum vom September/Oktober bis Ende März.
Die Burgundertrüffel wird ca. 2,00 – 10 cm groß, selten größer. Die Farbe geht von nußbraun bis schwarz. Das Peridium (die Oberhaut) ist warzig. Die Gleba (das Innere der Trüffel) ist im Gegensatz zum Tuber Aestivum , tief marronenfarben bis tief braun bis schokoladenfarbig.
Der Geruch ist mittelintensiv, nussig, Ältere Exemplare oder welche, die hermetisch in Behältern eingeschlossen waren können stechend riechen.
Der Geschmack ist intensiv, wie der der schwarzen Sommertrüffel – nussig.
Sie ist gut eßbar. Man kann sie roh oder ein bisschen gar genießen.
Man findet sie fast überall in Europa. In Frankreich, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweden, im Baltischen Raum, Tschechei, Slowakei, Ungarn, Polen, Bulgarien, auf dem Balkan, in der ehemaligen UdSSR, in Portugal, Italien, Spanien und Ex Jugoslawien.
Tuber Melanosporum – Perigordtrüffel oder schwarze Trüffel von Norcia
Die Perigordtrüffel, oder schwarze Trüffel von Norcia, oder die Rabasse, oder der Tuber Melanosporum, oder ganz einfach die schwarze Wintertrüffel. Sie werden in Frankreich hochgeschätzt und stehen im ständigen Konkurrenzkampf zur italienischen weißen Albatrüffel (Tuber Magnatum Pico).
Der Tuber Melanosporum reift ab Mitte November und die Ernte endet im März.
Ihr Geruch ist sehr intensiv, herb und würzig.
Das Peridium (die Oberhaut) ist fest an der Gleba (Innere). Die Farbe ist rötlich, dann ein rötliches Schwarz und endlich ein bräunliches Schwarz. Die Oberhaut ist warzig.
Das Innere (die Gleba) ist erst weiß, dann gräulich, grau rötlich, schließlich lilafarbenes Braun bis purpurfarbenes Schwarz
Diese Trüffel kommt nicht nur im Pèrigord vor. Hauptsächlich wird sie in folgenden Gebieten (zwischen dem 40. und 47. nördlichen Breitengrad) angebaut/gefunden:
Sie wurden in Großbritannien gefunden und es gab Anzeichen in der Schweiz. Ebenso wurden sie in Portugal, Serbien, Griechenland, Bulgarien und der Türkei nachgewiesen.
In Frankreich findet man Sie im Massif Central. Die Hauptanbaugebiete befinden sich im Pèrigord, in Quercy, in der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur, im Languedoc-Roussillon und im Rhôhe.Alpes, einem Gebiet der Region Poitou-Charentes.
Häufig kommen sie auch in der Bourgogne vor.
In Italien kann man sie im Piemont finden, außerdem auch in Ligurien, Venetien, in der Emilia Romagna, in Umbrien (Hauptanbaugebiet - schwarzer Trüffel von Norcia), im Trentin, in den Marken, den Abruzzen, im Latium und schließlich in der Campania.
In Spanien findet man sie in den nördlichen unteren Pyrenäen z. B. in Katalonien und im Zentrum des Landes – Zaragoza, Soria, Vitoria, Cuenca, Utiel. In Höhen von 1200 m findet man sie auch im Osten von Grenada und im Westen von Sevilla
Tuber Magnatum – Albatrüffel oder weiße Wintertrüffel
Die „beste“ Trüffel ist die so genannte Albatrüffel. Sie
wird in weltweit hochgeschätzt und stehen im ständigen Konkurrenzkampf zur Perigordtrüffel (Tuber Melanosporum).
Der Tuber Magnatum reift ab Anfang Oktober und die Ernte endet am 31.Dezember.
Ihr Geruch ist sehr intensiv, nach Knoblauch, käsig, etwas nach Methan.
Das Peridium (die Oberhaut) haftet fest an der Gleba (Innere). Die Farbe ist gelblich bis fahl. Die Oberhaut ist glatt, unter der Lupe feinkörnig.
Das Innere (die Gleba) ist sehr unterschiedlich, weißlich, gelblich, weißgrau, rötlich, rußig, rötlich-grau.
Diese Trüffel kommt nicht nur im Piemont vor, auch in den Marken und Umbrien. Man findet sie auch in der Emilia Romagna, Lombardei, Venezien, Ligurien, der Toscana und in den Abruzzen in der Region Molise. Außerdem findet man größere
Mengen in Ex- Jugoslawien, in Istrien und es gibt Zeichen, dass sie auch in Serbien vorkommen. Ebenso wurden auch in Ungarn diese Trüffeln nachgewiesen. Sie wurden in Großbritannien gefunden und es gab Anzeichen in der Schweiz. Ebenso wurden sie in Portugal, Serbien, Griechenland, Bulgarien und der Türkei nachgewiesen.
(Allegra, unser Hund war sehr stolz auf ihren Fund)
Tuber borchii – Tuber albidum - Bianchetto
Der Tuber borchii, oder Tuber albidum, oder auch Bianchetto wird auch die kleine Schwester der großen weißen Albatrüffel (Tuber Magnatum pico) genannt. Sie gehören zur gleichen Gruppe, wachsen aber zu unterschiedlichen Zeiten – der Bianchetto von Ende November bis Ende April.
Ihr Geruch ist sehr intensiv und manchmal acethylenhaft.
Das Peridium (die Oberhaut) ist fest an der Gleba (Innere). Die Farbe ist weißlich, gräulich, dann ockerbraun, rötlichbraun, dann wie vom Rost überzogen. Die Oberhaut ist glatt.
Das Innere (die Gleba) ist unterschiedlich, mal weiß, dann ockerfarbend, rötlich, bräunlich, rotbraun, schließlich lilafarbenes Braun bis beinahe Schwarz
Man findet diese Trüffel überall in Europa, von Sizilien bis Finnland.
Sie gehen eine Symbiose mit unterschiedlichen Baumarten ein, wie Eichen, Pinien, Zedern und vielen anderen ein.
Tuber Aestivum - die schwarze Sommertrüffel
Die schwarzen Sommertrüffel (Tuber Aestivum)ist der Burgundertrüffel geschmacklich und im Aussehen zum verwechseln ähnlich. Sie gehören auch der gleichen Gruppe an. Nur die Wachstumszeiten sind andere, während die Sommertrüffel vom Mai bis Ende August wächst. Findet man den Tuber Uncinatum vom September/Oktober bis Ende März.
Es gibt Aussagen, dass es die Burgundertrüffel gar nicht gäbe, dass all diese Trüffeln, die sich so ähnlich sind und man fast das ganze Jahr findet alles Aestivum sind..
Die Sommertrüffel wird ca. 2,00 – 10 cm groß und größer. Die Farbe geht von nußbraun bis schwarz. Das Peridium (die Oberhaut) ist warzig. Die Gleba (das Innere der Trüffel) ist im Gegensatz zum Tuber Uncinatum , weißlich, dann gelblich, hat die Farbe von Kitt, blasser Haselnußfarbe bis zum klaren braun.
Der Geruch ist mittelintensiv, nussig, erdig (nach der Ernte), erinnert an Maisblätter oder auch an geröstetes oder vergorenes Gerstenmalz. Ältere Exemplare oder welche, die hermetisch in Behältern eingeschlossen waren können stechend riechen.
Der Geschmack ist schwach intensiv nach Pilz.
Der Tuber Aestivum benötigt Sonne.
Sie ist gut eßbart. Man kann sie r
oh oder ein bisschen gar genießen.
Man findet sie fast überall in Europa. In Frankreich, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweden, im Baltischen Raum, Tschechei, Slowakei, Ungarn, Polen, Bulgarien, auf dem Balkan, in der ehemaligen UdSSR, in Portugal, Italien, Spanien und Ex Jugoslawien.
Tuber Brumale - auch Tuber Moschatum
Außen (Peridium)
Form: rundlich oder unregelmäßig, lappig
Abmessung: 2 – 10 cm und mehr
Haut: zerbrechlich, löst sich leicht von der Gleba ab
Farbe: schwärzlich, nie rötlich vor Reife, sehr schwarz
Äußerliche Ansicht: warzig
Warzen: polygon, 5 Wiederholungen 6 Seiten, Durchschnittsgröße von 1 Wiederholung 3 mm Breite, im allgemeinen als-kleinere Zellen das von Melanosporum, ein wenig vorspringend, oben gedrückt
Gleba
Farbe: weiß bis grau, graubraun grauschwarz
Adern: allgemein wenig, dick und auseinander, manchmal zahlreich, fein und gedrängt, immer weiß
Konsistenz: geschlossen
Geruch: intensiv, grau-brauner moschusartig zur Abart Moschatum, bis zu gegorenem Obst (Äpfel, Zitrusfrüchte)
Geschmack: von Moschus bis zur Abart Moschatum
Fortpflanzungszelle
Form: wie ein Globus, elliptisch, kurzer Stiel oder fest verankert (können nicht ihren Ort wechseln)
Größe: 65 – 90 x 55 – 65 µm ohne Stiel
Sporen
Farbe: hellgelb oder hellbraun, durchsichtig
Form: länglich, elliptisch
Anzahl: 1 Wiederholung 6 Sporen in der Fortpflanzungszelle, meist 5
Größe: (15)20–42 x 15–30µm ohne Verzierungen
Verzierungen: Warzen sind höher als breit; Windel, steif und spitze Dornen, nicht auf die Zelle gebunden-frei
Vorkommen
Tuber Brumale und Tuber Melanosporum treten zur gleichen Zeit auf. Die Brumale in schattigerer Umgebung, an dichterer Vegetation, in reicheren Böden in organischem Stoff, weniger Kalk. Sie kann auch sich unter Wiesenkräuter verstecken. Ohne dass es die geringste Spur vom „Brûlé“ gibt.
Die Brumale bevorzugt den Haselnussstrauch und die Linde
Die Reife des Tuber Brumale ist im Winter, vom November bis März, wie die des Tuber Melanosporum.
Tuber Indicum - Chinatrüffel
Außen (Peridium)
Form: regelmäßig, gelegentlich unregelmäßiger rundlich
Abmessung: 2 – 10 cm
Oben: haftet an der Gleba
Farbe: Schwarzbraun
Äußerliche Ansicht: stark warzig
Warzen: ungleichmäßig polygon, durchschnittlich 4 6 Seiten
Gleba
Farbe: beige Gräulich dann purpurfarbenes Schwarz
Adern: sehr zahlreich, gedrückt wie beim Melanosporum, sehr fein und weiß, errötet nicht an der Luft
Konsistenz: leicht elastisch
Geruch: mittelmäßig intensiv, Pilzgeruch, manchmal stärker in der Reife Geschmack: mittelmäßig intensiv, manchmal ein bisschen scharf am ende der Reife, nach Karbolsäure (Phenol)
Roh Eßbar oder ein wenig gekocht zu konsumieren
Fortpflanzungszelle
Form: rundlich und verlängert, fest verankert (können nicht ihren Ort wechseln)
Größe: 60 – 100 x 55 – 56 - 80 µm
Sporen
Farbe: Braun bis stark rötlichbraun. Stark schwärzlich bei extremer Reife undurchsichtig oder klares Strohgelb, durchsichtig
Form: kurz elliptisch. Eiförmig, sehr unterschiedlich in der Zelle
Anzahl: 1 bis 6 Sporen in der Fortpflanzungszelle, meist 4
Größe: 20–35(40) x 15–30(35)µm ohne Verzierungen
Verzierungen: Warzen, trapezförmig, länglich 1 bis 3 µm Höhe der Dornen: 3 bis 5µm
Vorkommen
In Indien unter Himalayaeichen (in Uttar Pradesh, Region von Mussooriee) wurden sie ende des letzten Jahrhunderts gefunden.
Im Südosten China (Sezchuan und Yunnan) in Höhen von 2000 bis 2500 m unter Pinien. Das Klima in der Region ist warm und trocken,
Die Reife des Tuber indicum ist im Winter, vom November bis März, wie die des Tuber Melanosporum.